Gefahr bei Umbau und Sanierung


Asbestbelastung vorher prüfen lassen
Gefahr bei Umbau und Sanierung

Asbestbelastung ist heute kein großes Gesundheitsthema mehr. Doch noch immer sind viele ältere Häuser mit dem giftigen Werkstoff belastet. Gefahr droht vor allem bei Umbau- und Sanierungsmaßnahmen.

Noch vor wenigen Jahrzehnten galt Asbest als unbedenklicher Baustoff, der unter anderem in Zement, Bodenbelägen und Dachabdeckungen zum Einsatz kam. „Man kann davon ausgehen, dass in der Mehrheit der vor dem Jahr 1995 errichteten Gebäude eventuell Asbest zu finden ist“, erklärt Markus Ruf, Vertriebsleiter vom TÜV Rheinland. Seitdem gilt ein vollständiges Verwendungsverbot. Denn Asbestfasern können sich in der Lunge festsetzen und als Spätfolge eine Krebserkrankung nach sich ziehen.

Asbestsanierung mit Sachverständigem planen

Sogenannte schwach gebundene Asbestfasern, die zum Beispiel als Isolation oder Brandschutz eingesetzt wurden, können sich bereits in Folge von Alterungsprozessen lösen und eingeatmet werden. Doch auch fest gebundene Fasern stellen eine potenzielle Gesundheitsgefahr dar – zum Beispiel beim Umbau oder der energetischen Sanierung von bis 1994 gebauten Häusern. Bei anfallenden Bauarbeiten sollte daher mit Hilfe eines Sachverständigen unbedingt eine Asbestsanierung eingeplant werden – auch weil der fahrlässige Umgang mit dem Werkstoff ein strafrechtlich relevantes Umweltvergehen darstellt.

Nur von zugelassenen Firmen durchführen lassen

„Schon beim einfachen Zerschlagen von Teilen werden sehr viele Asbestfasern freigesetzt, die noch nach Jahrzehnten gesundheitliche Schäden anrichten können“, warnt Torsten Mußdorf, Geschäftsführer des Norddeutschen Asbest- und Gefahrstoffsanierungsverbandes. Daher sollte die Sanierung nur von zugelassenen Firmen erfolgen, die den Staub mit einem speziellen Industriestaubsauger unter Schutzbedingungen entfernen. Anschließend werden die asbesthaltigen Materialien als Sondermüll auf dem Recyclinghof entsorgt. Eine mögliche Asbestkontamination ist mit dem Hausarzt abzuklären, der eventuell an einen Spezialisten für Umwelt- und/oder Arbeitsmedizin überweist.

Quelle: Lungenärzte im Netz

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